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Versicherungsmedizin 01/2019

Versicherungsmedizin 01/2019

Gewicht: 138 g

, 03/2019


Preis: 20,00 EUR

(Preise inkl. gesetzl. MwSt. zzgl. Versandkosten)
Ausgabenübersicht

Editorial

Sehr geehrte Damen und Herren,

Versicherungsmedizin ist eine Querschnittsdisziplin, die alle Fachbereiche in der klinischen Medizin abdeckt und insbesondere langzeitprognostische Auswirkungen parallel zum medizinisch-technologischen Fortschritt untersucht. Gleichzeitig sorgt sie auch dafür, dass möglichst nachvollziehbare und objektivierbare Kriterien für die Leistungseinschränkungen von Krankheitsbildern für die Assekuranz weiterentwickelt und angewendet werden. Natürlich sind für uns Risikoprüfer, Versicherungsmediziner, Gutachter und Leistungsprüfer häufig vorkommende Erkrankungen, die sogenannten Volkserkrankungen, von großem Interesse. In diesem Heft sind hierzu gleich drei Beiträge vertreten.

Eine Volkserkrankung macht besonders von sich reden, Diabetes mellitus. Unabhängig davon, dass sie sich geradezu epidemisch ausbreitet, sind die jüngsten Fortschritte in der Medikamentenentwicklung und in der Technologie durch Glukosemonitoring Systeme bemerkenswert. Es ist also eine gute Zeit hier eine erste Bilanz zu ziehen. Schon jetzt scheint absehbar, dass der HBA1c-Wert in Zukunft sowohl in der klinischen Therapie als auch in der Versicherungsmedizin an Bedeutung verlieren wird. Doch lesen Sie selbst.

Asthma bronchiale als zweite Volkserkrankung ist in diesem Heft mit neuen nationalen Versorgungsleitlinien speziell unter pädiatrischen Aspekten vertreten. Sie reihen sich ein in bereits vorhandene Leitlinien für Volkskrankheiten wie COPD, Chronische Herzinsuffizienz, Chronische KHK, oder Typ-2-Diabetes und dienen als Grundlage für eine evidenzbasierte und integrierte Versorgung im Rahmen der Disease-Management-Programme (DMPs). Hervorzuheben ist hier, dass in Zukunft weniger die Schweregrade des Asthmas als vielmehr Therapiestufen relevant sind, was sowohl bei der Risiko- als auch in der Leistungsprüfung tradiertes Vorgehen hinterfragen könnte. Das in der letzten Ausgabe bereits thematisierte Problem, welche Patienteninformationen Heilberufen wie Apothekern für die Arzneimittelsicherheit zur Verfügung stehen sollten, wird hier wiederum beleuchtet: gerade die Rolle von Apothekern wird in dieser Versorgungsleitlinie definiert und gestärkt.

Wie der Zweittitel unserer Zeitschrift besagt, arbeiten wir mit unseren Kollegen in Europa zusammen. Diese Kooperation läuft inzwischen mit der Schweiz sehr gut, wie Sie an zahlreichen Artikeln entnehmen können. Nun hat einer unserer Schriftleiter, Bruno Soltermann eine eigene Untersuchung durchgeführt, welche Qualität orthopädische Erstberichte auf dem orthopädisch traumatischen Formenkreis aus der Sicht von in der Schweiz zertifizierten Gutachtern haben. Das Ergebnis zeigt eine deutliche Variabilität mit ähnlich gelagerten Problemen wie in Deutschland, nämlich zu wenig Zeit für die Erstellung von Arztberichten und oft nur unzureichende Antworten zu der uns in der Leistungsprüfung besonders interessierenden Einschätzung der Funktionalität.

Die Schriftleitung hofft, auch diesmal wieder ein interessantes und vielgestaltiges Angebot für die erste Quartalsausgabe der Versicherungsmedizin zusammengestellt zu haben und wünscht Ihnen viel Spaß bei Lesen.

Achim Regenauer

CMO, PartnerRe

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